Juni 1993: A*Bay*FOR



"Die Forschungslandschaft Bayerns wird immer nachhaltiger durch die Einrichtung von Forschungsverbünden gekennzeichnet. Ob Biologische Sicherheit, Künstliche Intelligenz oder Klimaforschung - Bayern versucht, die Kompetenz der Universitäten zu bündeln, um neue Technologien möglichst rasch nutzbar zu machen." schreibt die Zeitschrift Netzwerk im Juni 1993 und berichtet weiter unter der Überschrift "Bayerische Forschungsverbünde formieren sich" über die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde (A*Bay*FOR):
"Am 7. Mai 1993 gründeten die bayerischen Forschungsverbünde unter der Schirmherrschaft des Wissenschaftsministeriums eine Arbeitsgemeinschaft, um die Arbeiten auf so unterschiedlichen Feldern wie Abfallforschung und optische Nachrichtentechnik koordinieren zu können. Die mit der Arbeitsgemeinschaft angestrebte Vernetzung soll der ständig zunehmenden Aufsplitterung der wissenschaftlichen Disziplinen durch Informationsaustausch, Zusammenarbeit und eine gemeinsame Willensbildung zwischen den Verbünden entgegenwirken."

Um den Dialog mit den Universitäten, der Wirtschaft und der Öffentlichkeit zu verstärken, veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft am 18. Oktober 1993 in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst ihr erstes Symposium "Forschungsverbünde - Eine Grundlage Bayerischer Technologiekompetenz".
Über 600 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wurden über Ziele und Aktivitäten der Forschungsverbünde informiert. Prof.Dr. Bernd Radig, Ordinarius für Informatik der TU München und Sprecher der A*Bay*FOR, stellte die Arbeitsgemeinschaft vor und die Sprecher der Forschungsverbünde gaben einen Einblick in die Arbeit der Verbünde. Als Gastredner konnte die Arbeitsgemeinschaft den Vorsitzenden des Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Gerhard Neuweiler, den Vorsitzenden des Vereins der Bayerischen Metallindustrie, Dipl. Kfm. Hubert Stärker und den Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats der Bayerischen Forschungsstiftung Dr.-Ing. E.h. J. Schäffler gewinnen. Ihre Beiträge diskutierten die Rolle und Organisation von Forschung heute mit Blick auf die Forschungsverbünde als ein zeitgemäßes Instrument der Forschungsförderung. Den Hauptvortrag des Symposiums hielt der Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber. Er stellte die Rolle der Forschung zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Bayern in den Mittelpunkt seines Vortrags.


Dr. Edmund Stoiber, Ministerpräsident des Freistaates Bayern, bei der Eröffnung des A*Bay*FOR-Symposiums.


Die Forschungsverbünde, so Stoiber, seien die Antwort auf die Notwendigkeit, Forschungsmittel effizienter einzusetzen, Synergieeffekte zwischen verschiedenen Standorten, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft zu nutzen und eine engere Verbindung zwischen Forschung und Anwendung zu erreichen.


Werner.Meixner@informatik.tu-muenchen.de


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Copyright © 1998 Institut für Informatik, Technische Universität München
Martina.Crasovschi@informatik.tu-muenchen.de
Erstellt: 3.3.1998
Letzte Änderung: 2.9.1998