20.9.1993: "Ferienakademie bei flotter Musik"



Das war der Südtiroler Zeitung Dolomiten eine Schlagzeile wert. Sie berichtete über die Eröffnung der zehnten gemeinsamen Ferienakademie der Technischen Universität München und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen - Nürnberg, die mit einer kleinen Feier im Bürgerhaus der Gemeinde Sarnthein verbunden war. Die flotte Musik war Volksmusik, gespielt von Franz Stofner und seinen Geschwistern. Der Stofner Franz hatte bereits vom Anfang der Ferienakademie an eine Einführung in Geschichte, Brauchtum und heutige Situation des Sarntals, eines ruhigen Bergtals nördlich von Bozen, gegeben, in dessen Bergwelt die Ferienakademie sich abspielt - mit anspruchsvollen Seminaren für hochbegabte und hochmotivierte Studierende beider Universitäten, mit Professoren, die man "zum Anfassen" nah kennenlernen kann, auch bei den Bergtouren und an den Abenden beim landesüblichen Umtrunk.

Die Themen der Ferienakademien sind breit gestreut von Mathematik und Informatik über Physik und Elektrotechnik bis zu Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften und Chemie. Nach zehn Jahren kommen mehr und mehr auch Assistenten zu den Kursen, die als studierende Teilnehmer begonnen haben, und nach weiteren zehn Jahren darf wohl auch der erste Professor im Sarntal erwartet werden, der einst als Student dort begann.

Der Murrerhof, einer der Berggasthöfe, in denen die Teilnehmer untergebracht sind. Foto: R. Kuch

Die Finanzierung der Ferienakademie, deren Leitung der Gründer F. L. Bauer nunmehr an Chr. Zenger übergeben hat, erfolgt durch Spenden aus der Industrie, die weiß, welches Potential sie dabei fördert. Die Freiheit von staatlichen Mitteln bedeutet auch eine Ungezwungenheit in der Abrechnung, die dennoch - oder gerade deshalb - besonders sparsam erfolgt. Für die Gastronomie des Sarntals bringt das regelmäßige Anrücken der Ferienakademie am Ende der Saison, wie auch die örtliche Zeitung meint, eine bedeutende Unterstützung.


Hans.Kuss@informatik.tu-muenchen.de


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Copyright © 1998 Institut für Informatik, Technische Universität München
Martina.Crasovschi@informatik.tu-muenchen.de
Erstellt: 3.3.1998
Letzte Änderung: 2.9.1998