
Unter dieser Schlagzeile
berichtete die Münchner Abendzeitung über die Einbringung der PERM ins Deutsche Museum - in Zentimeterarbeit durch ein Fenster im Dachgeschoß.
" PERM" steht für Programmgesteuerte Elektronische Rechenanlage München.
Die PERM am Kranhaken. Foto: AZ
Bereits einige Monate vorher war die limousinenschwere fossile Rechenmaschine über ein Baugerüst aus dem 2.Stock der Münchner Technischen Universität gehievt worden. Dort stand sie bereits einige Jahre auf dem Gang als Ausstellungsstück, nachdem sie im März 1974 abgeschaltet wurde, "schlafen gelegt", wie es auf einem nostalgischen Erinnerungstäfelchen hieß. Damals hatte sie fast 20 Jahre nützliche Arbeit geleistet. Sie war in den Jahren 1952-1955 unter der Leitung der Professoren Hans Piloty (Nachrichtentechnik) und Robert Sauer (Mathematik) gebaut worden von einem Team von Ingenieuren und Mathematikern, darunter R. Piloty, W.Proebster, H. Leilich, K. Samelson, H. Schecher und F. L. Bauer - von denen einige der TUM verbunden blieben. Piloty und Sauer waren zu ihrer Zeit bedeutende Mitglieder der Hochschule, beide hatten sie zeitweilig das Amt des Rektors inne; Sauer war Vizepräsident des Bayerischen Senats.
Die Jahre des Baues der PERM waren bestimmt durch alliierte Beschränkungen, denen die Industrie unterlag: Die Entwicklung elektronischer Rechner war kontrollpflichtig. In den Nischen der Hochschulen entstanden die ersten elektronischen Rechner in Deutschland: in Göttingen, in München, in Dresden. Heute ist im Deutschen Museum in der Ausstellung "Informatik und Automatik", maßgeblich gestaltet von F. L. Bauer, die Münchner PERM wie auch die Göttinger G1a zu besichtigen.
Thomas.Ströhlein@informatik.tu-muenchen.de
| nächster Artikel |
| zurück zum Inhaltsverzeichnis |
Copyright © 1998 Institut für Informatik, Technische Universität München
Martina.Crasovschi@informatik.tu-muenchen.de
Letzte Änderung: 8.3.1999